Der Kaiserplatz in Aachen

Das Herz der Stadt Aachen – der Kaiserplatz mit der Reiterstatue und der St. Adalbertkirche

Fährt man über die Wilhelmstraße nach Aachen rein, dann kommt man unweigerlich zu einem großen Reiterstandbild – das ist Kaiser Friedrich III. Es wurde im Oktober 1911 eingeweiht, erstellt hat es der Berliner Bildhauer Hugo Lederer.
Aber Kaiserplatz heißt diese zentrale Stätte in Aachen schon seit 1879. Aus dem Adalbertsrundplatz wurde der Kaiserplatz.

Der Ursprung dieses Platzes liegt noch etwas weiter zurück.
Kaiser Otto III. hat hier eigens für die Reliquie des Heiligen Adalbert eine Gebäude auf einem 7m hohen Devon-Schieferfelsen errichten lassen und sein Nachfolger, Kaiser Heinrich der Heilige, hat dieses Gebäude weiter ausbauen lassen.
Im Jahr 1005 wurde es geweiht – und damit ist die heute noch stehende, zwar immer wieder neu aufgebaute, St. Adalbertkirche die zweitälteste Kirche in Aachen, nach dem Dom.

Die Wichtigkeit des Kaiserplatzes für die Stadt Aachen ist schon damit dokumentiert, dass sich rund um den Platz das Zentrum mit wunderschönen Jugendstilhäusern und Alleen entwickelten.

Leider sind viele der Jugendstilhäuser im Zweiten Weltkrieg zerstört worden und in den Nachkriegsjahren entstanden hier die damals üblichen Neubauten. Wohn- und Geschäftshäuser wuchsen aus dem Boden. Unter anderem ein Kinopalast, der aber seit einigen Jahren auch nicht mehr besteht.

Heute ist der Kaiserplatz leider nicht mehr ein zentraler einheitlicher Platz, sondern vielmehr ein Verkehrsknotenpunkt mit mehrspurigen Straßen, Fußgängerunterführungen und anliegender Fußgängerzone.
Auch die alte Straßenbahn, die immerhin schon seit 1880 hier fuhr, wurde 1974 durch den Bus ersetzt.

Es handelt sich mittlerweile um ein beliebtes Viertel gerade unter Studenten und jungen Berufsanfängern.
Bezahlbarer Wohnraum, gute Verkehrsanbindungen und eine Menge kleiner Läden, Cafés und Restaurants in internationaler Besetzung tragen enorm dazu bei.
Es herrscht Leben hier im Viertel.

Selbst die Kirchengemeinde der St. Adalbertkirche ist multikulturell und wird vor allem von Koreanern und Spaniern betreut.

Leider gibt es auch einen Negativaspekt für den Kaiserplatz.
Es gibt eine recht ausgeprägte Drogenproblematik rund um den Platz.
Es gibt hier aber auch schon eine Reaktion, eine Drogenberatungsstelle ist vor Ort und eine Bürgerinitiative kümmert sich rege um dieses Problem.

Im Jahr 2006 gab es die Genehmigung zum Bau der Kaiserplatz-Galerie, ein verglastes Einkaufszentrum, mehrgeschossig, mit Restaurants und interessanten Fachgeschäften.
Die Eröffnung soll im Jahr 2010 stattfinden und das Viertel rund um den Kaiserplatz aufwerten.

Bleibt abzuwarten was aus dem Kaiserplatz im speziellen und Aachen im Ganzen noch wird.

Festzustellen ist – Aachen und mit der Stadt auch der Kaiserplatz sind einen Besuch wert.
Das bunte Leben und die Geschichte dieser Studentenstadt mit ihren Sehenswürdigkeiten haben ein reizvolles Flair.

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