Der Aachener Dom

Der Aachener Dom, dieses prachtvolle Gebäude, wurde als erstes deutsches Denkmal 1978 in die Liste der UNESCO als Weltkulturerbe aufgenommen. Heute zählt er zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Aachen.

Kaiser Karl der Große veranlaßte den Bau des Domes, der unter dem Namen Pfalzkapelle oder auch Marienkapelle, in Aachen erbaut worden ist. Im Jahr 805 soll die Kirche eingeweiht worden sein.

Aachener Dom

Aachener Dom

Aachener Doms

Die Kuppel des Aachener Doms

Das Herzstück des Doms ist das Oktogon, ein achteckiger Bau, von dem aus später die Kirche weiter ausgebaut wurde. Hier steht auf einem Sockel, der aus kostbarem Marmor gebaute Königsthron. Auf diesem Thron wurden 30 deutsche Kaiser gekrönt. Im Oktogon befindet sich auch der Barbarossa-Leuchter, ein großer Radleuchter mit 48 Kerzen. Die Kerzen werden heute noch an hohen kirchlichen Feiertagen angezündet.

Von 1355-1414 wurde der gotische Chor angebaut. Mit einer Glasfläche von mehr als 1.000 m² wird der Chor in einem fantastischen Licht getaucht. In der Mitte des Chors befindet sich der goldgeschmiedete Karlsschrein, in dem die Gebeine Karls des Großen aufbewahrt werden.

Im vorderen Teil der Chorhalle steht der Marienschrein, zu dem alle 7 Jahre die Gläubigen pilgern. In dem Marienschrein sollen die Windeln und das Leinentuch Christi, das Marienkleid und das Enthauptungstuch Johannes des Täufers bewahrt werden.

Um den Zentralbau, Oktogon, Chorhalle und dem Turm herum, wurde im Laufe des 15. Jahrhunderts mehrere spätgotische Kapellen gebaut. Die barocke Ungarische Kapelle stammt aus dem Jahr 1767. Der Turm beherbergt 10 Glocken mit unterschiedlichen Klängen. Alle zusammen wiegen die Glocken 13 310 Kg.

Westwerk des Aachener Doms

Westwerk des Aachener Doms, auch Kathedrale genannt

Der Aachener Dom ist nicht nur die Krönungsstätte von Kaisern und Königen, sondern auch Begräbnisstätte von Kaiser Karl dem Großen. Er wurde an seinem Todestag, dem 28. Januar 814, im Aachener Dom, damals Marienkirche, beigesetzt. Seine Gebeine wurden 1215 in den Karlsschrein umgebettet, aber den antiken Sarkophag kann man auch heute noch in der Domschatzkammer besichtigen.

Die Aachener Domschatzkammer gehört zu einer der Reichsten in Europa. Hier werden Kulturschätze aus der spätantiker, karolingischer, ottonischer, staufischer und gotischer Zeit aufbewahrt. Die vielen Textilen des Domschatzes werden im ständigen Wechsel ausgestellt.

Zu den ganz besonderen Stücken gehört die goldene Altartafel (1000 – 1024), die goldene Kanzel (Ambo) Heinrichs II. (um 1024) die teilweise vergoldete Karlsbüste (ca. 1349), die Schädelreliquie Karls des Großen, das edelsteinbesetzte Lotharkreuz (ca.1000), die reich geschmückte Elfenbeinsitula (Weihwasserkessel um 1000), das Dreiturmreliquiar (ein Relief mit Edelsteinen um 1370/1390) und die Cap Cappa Leonis (der Krönungsmantel vor 1520).